Aktuelles

WDR-Umfrage: Wie alt und männlich ist Kommunalpolitik?

01.10.2018 Was in Studien bereits nachgewiesen ist, hat nun auch der WDR in einer breit angelegten Umfrage genau unter die Lupe genommen: Die Überalterung der städtischen Parlamente, die Unterrepräsentation von Frauen. Der Westdeutsche Rundfunk befragte darüber hinaus junge Menschen in der Kommunalpolitik über ihre Beweggründe für das ehrenamtliche Engagement. Bei den letzten Kommunalwahlen in NRW wurden nach Angaben des WDR 14.954 Mandate vergeben. Dazu gewählt wurden die Oberbürgermeister*innen und Bürgermeister*innen, die ebenfalls über ein Stimmrecht im Rat verfügen. Ziel der Recherche der WDR Lokalzeit war es, Alter und Geschlecht der Kommunalpolitiker*innen in NRW zu ermitteln.

Ein wesentliches Ergebnis der Umfrage: Männer zwischen 56 und 70 Jahren dominieren die Stadt- und Gemeinderäte. Unter-40-jährige sind unterrepräsentiert. Auch Frauen sind mit einem Anteil zwischen 15 bis 35 Prozent deutlich zu wenig vertreten.

Stärkungspaktkommunen sind die Verlierer im GFG 2019

25.09.2018 Die Landesregierung NRW hat Eckpunkte für Änderungen im Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) für das Jahr 2019 vorgelegt. Die Städte im Stärkungspakt insbesondere im Ruhrgebiet und dem bergischen Dreieck sehen darin eine erhebliche Benachteiligung. Eine erfolgreiche Haushaltskonsolidierung wird nicht nur gefährdet, sondern es werden auch unnötige weitere Steuererhöhungen in den betroffenen Städten verursacht. Zu den vorgeschlagenen Änderungen gehört z.B. die Senkung des Soziallastenansatzes. Dies führt zu einer erhöhten Belastung für die Städte, die von einer überdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit und hohen Soziallasten betroffen sind. Die Einführung einer sogenannten Unterhaltungspauschale in Höhe von 120 Mio. € für die Unterhaltung bzw. Sanierung kommunaler Infrastruktur, die mit einer stärkeren Berücksichtigung von Gemeindeflächen verteilt wird, bevorzugt flächengroße Gemeinden.

Jugendämter verzeichnen mehr Gefährdungsfälle bei Kindern

20.09.2018 Wie oft mussten die Jugendämter in NRW die Situation eines Kindes beurteilen? Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als amtliche Statistikstelle des Landes alarmierende Zahlen mit. Demnach haben die Jugendämter im Rahmen ihres Schutzauftrages im vergangenen Jahr in 39 478 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen. Das waren 12,8 Prozent mehr als im Jahr 2016 (35 011). In 13,3 Prozent der Fälle (4 909) wurde eine akute Gefährdung des Kindeswohls festgestellt. Und auch die weiteren veröffentlichten Zahlen sind alarmierend. So ist mehr als jedes vierte gefährdete Kind jünger als drei Jahre alt.

Wie Kommunen Katzen besser schützen können

12.09.2018 In den sozialen Medien werden millionenfach Ihre Fotos geteilt. Das Elend der Katzen, die frei leben, bleibt oft unsichtbar. Oft ist nicht einmal bekannt, wie groß die Population freilaufender Katzen in einer Stadt oder Gemeinde überhaupt ist. 9 von 29 Großstädten in NRW haben eine kommunale Verordnung zum Katzenschutz erlassen. Paderborn und Köln sind zwei Musterbeispiele für Städte, bei denen eine Kastrationspflicht dafür sorgt, dass weniger Katzen leiden müssen. In den Kommunen wird die Verbesserung des Katzenschutzes vor allem von Tierschützer*innen und Tierheimen angemahnt. Schließlich sind sie es, die verelendete Katzen versorgen müssen oder Tierarztrechnungen für Kastrationen übernehmen.

Städtische Aufgaben finanzieren

30.08.2018 Aus Sicht des Städtetags NRW ist Nordrhein-Westfalen das Land der Städte. Größere Städte in NRW sind urbane Arbeits- und Versorgungszentren, sie übernehmen Infrastrukturaufgaben auch für das gesamte Umland, sie tragen zudem höhere Soziallasten als kleinere Städte und Gemeinden. Aus Sicht des kommunalen Spitzenverbandes brauchen sie daher höhere Zuweisungen des Landes. Das belegt der Städtetag Nordrhein-Westfalen in einem Flyer mit dem Titel "Städtische Aufgaben angemessen finanzieren", den der kommunale Spitzenverband kürzlich veröffentlichte.

Zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger von NRW leben in größeren Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern. Die höhere Aufgabenlast der größeren Städte muss auch in Zukunft durch das Land angemessen berücksichtigt werden, so der Städtetag NRW. Bei der Gemeindefinanzierung sieht der Städtetag keinen besonderen Nachholbedarf für den ländlichen Raum, vielmehr sei der Nachholbedarf der Kommunen im Land nahezu flächendeckend. Er betrifft sowohl größere als auch kleinere Kommunen, sowohl den städtischen als auch den ländlichen Raum.

„Münder auf ohne die Ohren zu schließen“

Düsseldorf, 25.08.2018 Rechtspopulistischen Parolen professionell entgegen zu treten und einen Einblick in ausgewählte Argumentations- und Meditationsmodelle zeigt  Martin Hayer in dem Seminar „Stammtischparolen entkräften“ auf. 

Bereits das Kennenlernspiel vom Referenten Martin Hayer überraschte die Seminarteilnehmenden: Er teilte die TeilnehmerInnen in Zweiergruppen auf, die dann aufgefordert wurden, sich in ihrem Gegenüber eine rechtspopulistische Person vorzustellen und ihr dann zu sagen, was sie an ihr nicht mögen. Ein Einstieg, der direkt zum Thema führte und dann auch durch eine herkömmliche Vorstellungsrunde abgerundet wurde.

Klimaschutz & Gebäudesanierung

27.08.2018 Die Sanierung kommunaler Liegenschaften planen, die Eigentümer motivieren und Quartiere erneuern, unter diesen Schlagworten steht das Themenheft zum Klimaschutz und der Gebäudesanierung. Denn um die Klimaschutzziele von Bund, Ländern und Kommunen zu erreichen, kommt der energetischen Sanierung des  Gebäudebestands eine zentrale Bedeutung zu.

Das Heft liefert Städten, Gemeinden und Landkreisen konkrete Anregungen, wie sie das Thema klimagerechte Sanierung und Modernisierung von Gebäuden vorantreiben können. Anhand von elf ausführlichen Praxisbeispielen und sechs Exkursen werden Projekterfahrungen, Tools und Tipps präsentiert, die zur Nachahmung anregen bzw. für die Umsetzung vor Ort von praktischem Nutzen sind. Die Auswahl der Praxisbeispiele aus den Städten Aachen, Bottrop, Cottbus, Emmendingen, Frankfurt a.M., Kiel,  Nürnberg, Wiesbaden, Wuppertal sowie dem Landkreis Osnabrück und der Gemeinde Niestetal zeigt,

BNE in Kommunen - Zukunftsweisende Projekte und konkrete Umsetzungen

BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG IN KOMMUNEN
Global denken  –  lokal handeln  –  global wirken
Kommunen spielen für die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung eine immer wichtigere Rolle. Mit der Agenda 2030 hat sich die internationale Staatengemeinschaft im Herbst 2015 erstmalig auf 17 konkrete Ziele geeinigt, die das Handeln aller Staaten weltweit bis 2030 leiten sollen. Nachhaltigkeit muss dabei in der eigenen Kommune praktisch gelebt und erfahren werden. Wir zeigen konkrete Projekte und Ideen für Kommunen als Anknüpfungspunkte für die Umsetzung in der eigenen Stadt auf und laden nach Gelsenkir-chen zum Austausch, Information und Vernetzung ein. Gelsenkirchen muss sich als Stadt im Ruhrgebiet vielen Herausforderungen stellen und ist in seiner Umsetzung von BNE inzwischen ein Vorbild für andere Städte und Gemeinden und damit der ideale Ort für unsere Veranstaltung.

Gleichwertige Lebensverhältnisse: Kommission startet

19.07.2018 Im Berliner Koalitionsvertrag ist sie fest vereinbart, dennoch gestaltet sich der Start der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ holprig. Zumindest die formellen Hürden hat das Kabinett am heutigen Mittwoch genommen und die Einsetzung der Kommission offiziell beschlossen.

Geleitet wird die Kommission von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Co-Vorsitzende sind Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).

Kommunale Spitzenverbände begrüßen Vorschlag für Finanzierung der Kindertagesstätten

18.7.2018. Noch immer gibt es in NRW kein neues Kinderbildungsgesetz, was eine Übergangsfinanzierung für Kitas nötig macht. Die kommunalen Spitzenverbände in Nordrhein-Westfalen begrüßen nun den Vorschlag des Landes für eine Übergangsfinanzierung für das Kindergartenjahr 2019/2020. So erhielten die Träger*innen der Einrichtungen dringend benötigte Planungssicherheit, auch für die Eltern soll dies ein wichtiges Signal sein, so die kommunalen Spitzenverbände. Eine neue Übergangsfinanzierung ist unbedingt erforderlich, um die Kindergartenlandschaft zu stabilisieren. Die bisherige Übergangsfinanzierung läuft am 31. Juli 2019 aus. Die Träger*innen brauchen rechtzeitig eine Perspektive, wie es weitergeht. Komplett neu ausgerichtet werden kann die Finanzierung der Kindertagesbetreuung erst zum Kindergartenjahr 2020/2021, so die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände.

Weil wir Essen lieben. Vom achtsamen Umgang mit Lebensmitteln

Unglaublich, aber wahr: 313 Kilogramm Lebensmittel werden in Deutschland weggeworfen – jede Sekunde! Was wir dagegen tun können, verrät das neue Buch zweier junger, sympathischer Food-Aktivisten, die Lebensmittel über alles lieben – und auch andere damit anstecken wollen. Kaum ist das Mindesthaltbarkeitsdatum des Joghurts überschritten oder der Apfel nicht mehr ganz so knackig, landen sie im Müll. Laut FAO werden weltweit jedes Jahr 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel entsorgt. Daniel Anthes und Katharina Schulenburg finden das unerträglich und wollen etwas dagegen tun. In ihrem Buch widmen sie sich dem Thema Lebensmittelverschwendung von der praktischen Seite und zeigen, wie sich jeder selbst engagieren und so Lebensmittel vor der Tonne retten kann.

»Das Kochen mit Resten, das vor ein paar Jahrzehnten noch zum Alltag gehörte, scheint heute so gut wie ausgestorben und verlernt – das gilt es, wieder zu entdecken!«, appellieren die beiden Food-Aktivisten. Um andere zu inspirieren, haben Sie in ihrem Buch 40 Rezepte rund um die Resteküche gesammelt, geben praktische Tipps und Tricks, z.B. in Form eines Kühlschrankguides oder Haltbarkeitschecks, und stellen einfallsreiche Initiativen wie Foodsharing oder Restlos glücklich vor. Denn: Wer erfinderisch mit Resten umgeht, reduziert nicht nur die Verschwendung von Lebensmitteln, sondern schont auch seinen Geldbeutel. Auch so kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeit aussehen.

Kommunale Klimaanpassung: Schwammstädte gegen Wassermassen

04.10.2018 Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse, Autos steckten fest, Busse blieben stehen, Bäume fielen einfach um: Ein Starkregen krempelte im Juli 2014 innerhalb von Stunden die Stadt Münster um. Auf extreme Wassermassen dieser Art müssen sich Städte und Gemeinden in Zukunft einstellen.  Das Starkregenereignis in Münster war historisch. Ganze 90 Liter Wasser pro Quadratmeter wurden alleine zwischen 14 und 17 Uhr gemessen. Doch mit fortschreitendem Klimawandel werden Extremereignisse wie dieses voraussichtlich zunehmen. Damit steigt auch die Gefahr für Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Eine Anpassungsmaßnahme in der Stadtplanung, um den Risiken von Starkregen und Überschwemmungen zu begegnen, ist die „wassersensible Stadtentwicklung“. Die „Schwammstadt“ ist eine Stadt, die Wassermassen wie ein Schwamm aufnimmt und verzögert wieder abgibt, ob durch dezentrale Regenbewirtschaftung, Versickerungsanlagen oder Ähnliches.

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